In der kühlen Dämmerung des Komplexes, wo die Schatten flüstern und die Wände Geschichten erzählen, entfaltet sich die dritte Etappe der beeindruckenden Reise des Künstlers Flaut M. Rauch. Diese Ausstellung ist nicht bloß eine Ansammlung von Kunstwerken; es ist ein tiefgreifendes Eintauchen in die Mysterien der Transsubstantiation, ein Übergang von der Materie ins Unbekannte.
Die erste Ausstellung ermöglichte einen Einblick in die Kriegsmaschinen der Vergangenheit und deren schaurige Eleganz, eingefangen durch die linsenhafte Wahrnehmung eines Luiziden Traumes. In der zweiten Phase des Vimana Komplexes, angesiedelt im beeindruckenden, aber trügerischen Umfeld des Grimselpass, verschmolzen reale Fotos mit KI-generierten Visionen. Hier, vor den Kulissen eines atomaren Endlagers, wurde eine dunkle Märchensammlung geboren, die die Kluft zwischen Schönheit und Schrecken erforscht.
Jetzt, mit der Präsentation von Transsubstantiation, wird die Metamorphose zur Kunst. Das Unsichtbare wird sichtbar, das Gewöhnliche wird heilig. Durch Salzteig geformte Morsezeichen und Farbwelten, die zwischen Dimensionen oszillieren, berühren die Schwelle zur Mystik und eröffnen Räume, die unsere eigenen Überzeugungen challengen. In diesem Raum des Unbehagens erhebt sich die Frage: Wo stehen wir in diesem kosmischen Puzzle? Passen wir noch hinein, oder sind wir die Geister unserer eigenen Vorstellungskraft?
Jedes Werk verspricht eine Herausforderung an das Gewöhnliche und trägt die sanfte Unruhe einer Botschaft in sich: Die Entschlüsselung erfordert Zeit, weit über diese eine Ausstellung hinaus. Hier beginnt eine neue Realität, die uns fordert und verführt und deren Geheimnisse noch unentdeckt sind. Ein Erlebnis, das man nicht vergessen sollte.
Für die Musikalische Begleitung von Andreas Schütz seines Alphorn bedankt sich Flaut M. Rauch besonders denn dieses Instrument bietet den Raum für weitere mögliche Blickwinkel und ermöglicht auch akustisch eine weitere Verschmelzung mit der Situation und eröffnet neue akustische Landschaften. Dank dieser außergewöhnlichen Klänge wird die Ausstellung zu einem lebendigen Erlebnis, in dem sich visuelle und akustische Elemente zu einer Einheit verbinden. Flaut M. Rauch ist dankbar für diese magische Synergie, die den Dialog zwischen Kunst und Klang neu manifestiert. Das Alphorn, mit seiner majestätischen Präsenz, ist nicht nur ein Schweitzer Instrument, sondern der Träger von Geschichten und Emotionen, die durch die Lüfte des Grimselpass strömen könnten. Andreas Schütz’ meisterhaftes Spiel hat einen einzigartigen Raum geschaffen, der es ermöglicht, andere Perspektiven einzunehmen und die Wahrnehmung unserer Umgebung auf akustische Weise zu erweitern.
Danke Andreas